Organisation

Der Freiwillige Seenot-Dienst e.V. (FSD) ist ein staatlich anerkannter gemeinnütziger eingetragener Verein der Wasserrettung. Er ist politisch und konfessionell neutral.

Seine Aufgabe im Rahmen seiner Satzung ist die Wasserrettung und Hilfeleistung auf dem Wasser nach seemännischen Grundsätzen in überwiegend uferfernen Gewässern. Er ergänzt dadurch Organisationen wie Wasserwacht (BRK) und DLRG, deren Hilfeleistung vorwiegend vom Ufer aus geschieht.

Die Tätigkeit im FSD ist ehrenamtlich und freiwillig. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Beiträge und Spenden. Diese sind nach § 10 b EStG steuerabzugsfähig (St.-Nr. 843 / 22 909).

Die Verwaltungsorgane des FSD sind der Vorstand, die Revierobleute an den Seen und die Referenten. Die Grundlagen seiner Tätigkeit sind die Satzung und die Einsatzordnung.

Der FSD versteht sich als Initiative von Wassersportlern, die sich die Aufgabe gestellt haben, freiwillig und uneigennützig in Not geratenen Menschen auf den bayerischen Seen zu helfen und dafür während der Freizeit auf dem Wasser besonders wachsam zu sein. Er hat seinen Ursprung im Jahre 1963 in der DLRG am Chiemsee als eigenständige Einsatzgruppe FSD und ist seit 1974 ein eigenständiger, gemeinnütziger Verein im Sinne des Körperschaftsteuer-Gesetzes zur Förderung der Wasserrettung aus Lebensgefahr und ist zur Erfüllung von im staatlichem Interesse liegenden Aufgaben des Katastrophenschutzes durch das Bayerische Staatsministerium des Innern anerkannt.

Die FSD Schiffsführer sind freiwillig, uneigennützig wie ehrenamtlich und ohne vorgegebene feste Dienstpläne an Wochentagen wie Wochenenden im Rettungseinsatz mit ihrem eigenen Material, ihren privaten Schiffen aktiv – es sind weitgehendst Segler.

Für den Rettungseinsatz und die dann anfallenden Aufgaben sind die FSD-Schiffe mit zusätzlichem FSD-Rettungsgerät (wie z. B. Rettungstalje, Life Sling, Sanitätsrucksack etc.) ausgestattet. Die FSD-Schiffsführer werden jährlich in rettungstechnischen und seemännischen Übungen zur Unfallrettung geschult und erhalten spätestens alle 2-3 Jahre wieder einen erweiterten rettungsmedizinischen Kurs. Der Freiwillige Seenot-Dienst sieht sich als kooperative Ergänzung zu DLRG und Wasserwacht.

Die FSD-Einsatzschiffe operieren nicht von festen Stützpunkten aus, sondern mitten aus dem Wassersportgeschehen heraus und setzen als Zeichen ihrer Einsatzbereitschaft die FSD-Dienstflagge. Über UKW-Funk sind die FSD-Schiffsführer untereinander verbunden, über die Wasserschutz-Polizei auch mit der DLRG und der Wasserwacht, um ggf. Unterstützung anzufordern und zu koordinieren.

Seit Beginn im Gründungsjahr 1965 hat der Freiwillige Seenot Dienst 202 Menschen aus unmittelbarer Lebensgefahr gerettet und 2.926 Menschen Hilfe in der Not bzw. bei Gefahr geleistet. Der FSD deckt mit seinen Einsätzen ca. 70% der Wochentage und gut 80% der Wochenenden/Feiertage der Segelsaison ab.

Der FSD ist auf dem Ammersee, Bodensee, Chiemsee, Forggensee und Starnberger See und seit neusetem auch auch dem Brombachsee aktiv. 61 aktive Schiffsführer und 10 Crewmitglieder sind zur Zeit mit ca. 47 Schiffen im Einsatz. Der FSD freut sich über jeden Bootsführer eines seetüchtigen, kentersicheren Segel- oder Motorbootes mit ausreichender seemännischer Kenntnis, der bereit ist, sich ehrenamtlich in der Wasserrettung auf den bayerischen Seen zu engagieren. Auch fördernde Mitglieder sind willkommen.