Sommersaison startete mit einigen Einsätzen für den Freiwilligen Seenot-Dienst e.V. (FSD)

image1Bereits im April schleppte unser Mitglied Daniel Sandau eine Formula 27 aufgrund eines Motorschadens in den Heimathafen nach Lindau. Am selbigen Tag fiel ihm auf der Fahrt nach Fussach ein Segelboot auf, das auch Schlepphilfe benötigte. Zudem half er im April dem Skipper einer 32 Fuß Motoryacht aus Konstanz, das an der Löwenmole Lindau strandete, rechtzeitig an den Kran im Segelhafen Lindau um das Boot mit Wassereinbruch schnellstmöglich auszuwassern. Der Skipper konnte mit seinen zwei Kindern unverletzt gerettet werden.

Im Juni konnten zwei unserer Mitglieder einem Engländer an Land helfen. Der Gast auf dem Campingplatz im Kirchberg klagte über starke Bauchschmerzen, unsere Mitglieder leisteten Erste Hilfe und riefen den Notarzt. Nach einer Woche konnte der Mann das Krankenhaus wieder verlassen. Anschließend unterstützte ihn unser Mitglied Martin Kiesecker bei der vorzeitigen Rückreise und der Einlagerung des Campingwagens bis zur vollständigen Genesung.

Auch im Juli halfen Mitglieder des FSD einigen Wassersportlern. So konnte die Besatzung eines Badebootes bei Starkwind am Konstanzer Horn sicher an das Ufer gebracht werden. Aufgrund des Windes und der Wellen war es den beiden Freizeitkapitänen nicht mehr möglich selbständig das Ufer zu erreichen. Auch wurde im Juli Freizeitskippern wieder mit Schlepphilfen die sichere Rückfahrt in den Hafen ermöglicht. So wurde eine größere Motoryacht aus Überlingen nach einem Hydraulikschaden sicher in den Lindauer Hafen verbracht und ein Wasserskiboot mit überhitztem Motor rechtzeitig bei Starkwindwarnung in den Kleinen See nach Lindau durch unser Mitglied Daniel Sandau geschleppt.

Unserem Mitglied Jörg Fischer aus Wasserburg fiel am 27. Juli ca. 800 Meter vor dem Ufer eine gekenterte Jolle auf. Zusammen mit dem Regatta-Segler Moritz Kutruff fuhren die beiden mit dem Motorboot der Segelschule zu dem havarierten Segler. Die Jolle hatte bereits zu viel Wasser aufgenommen und konnte wegen zu wenig funktionsfähiger Auftriebskörper auf See nicht mehr aufgerichtet werden. Sie wurde längsseits in den Hafen Wasserburg geschleppt und am Steg der Segelschule Fischer ausgepumpt und aufgerichtet. Nach dem zweistündigen Einsatz wurden der Segler und die Jolle zurück an seinen Liegeplatz in der Eschbachbucht gebracht. Im Zusammenhang mit dieser Rettung appelliert der FSD eindringlich an alle Jollensegler unbedingt eine passende Rettungsweste oder zumindest eine Regattaweste zu tragen!

Am 27. Juli fand ein Treffen mit der DLRG in Konstanz zu einem Informationsaustausch statt. Unser Mitglied Josef Wolf, der zugleich bei der DLRG Ortsgruppe Konstanz als Leiter der Ausbildung der Wasserrettung aktiv ist, informierte die Mitglieder des FSD zusammen mit dem 1. Vorsitzendem der DLRG, Christian Rößler, auf eindrucksvolle Weise über die Einsatzmöglichkeiten und Ausrüstung der professionellen Wasserrettung. Anknüpfend an diesen erfolgreichen Tag, planen die beiden Organisationen eine gemeinsame Rettungsübung in 2016. Auf der Rückfahrt von Konstanz half unsere Mitglied Wilfried Weiser einem gekenterten Katsegler mit gebrochenen Masten bei Bodman sicher ans Ufer zu kommen.

Eine interne Praxisübung des FSD steht auch am 22. August an. Mann-über-Bord ist eine Kernaufgabe für die Prüfung des Bodenseeschifffahrtspatents. Üblicherweise wird dies mit einer Boje gelernt. Der FSD wird an diesem Tag die Übung mit Personen auf den eigenen Booten der Mitglieder durchführen. Je nach Art des Bootes gestaltet sich eine solche Rettung einfacher oder schwieriger. Ziel ist es mit den Mitgliedern eine sichere und schnelle Rettung von Personen zu üben, Erste Hilfe zu leisten und gegeben Falls auf die Hilfe der professionellen Rettungsorganisationen zurückzugreifen.

Der FSD bietet im Rahmen seines Weiterbildungsprogramms zudem am 10. und 11. Oktober einen Funkkurs (SRC/UBI) in Zusammenarbeit mit der Segelschule Wasserburg an.